Alte Höfe in Hinsbeck
Über Jahrhunderte wurde Hinsbeck von der Landwirtschaft geprägt. Die Höfe waren dabei weit mehr als Orte, an denen Felder bestellt und Tiere gehalten wurden. Sie waren Wohn- und Arbeitsstätten, beherbergten Gastwirtschaften, Bäckereien oder kleine Geschäfte und wurden zu Treffpunkten für die Menschen aus der Umgebung.
Einige der alten Hofanlagen sind bis heute erhalten. Andere wurden umgebaut, aufgeteilt oder sind im heutigen Ortsbild kaum noch als ehemalige Bauernhöfe zu erkennen. Ihre Geschichten erzählen von Familien und Besitzwechseln, von wirtschaftlichen Veränderungen und davon, wie sich Hinsbeck im Laufe der Jahrhunderte gewandelt hat.

Der Kneppenhof in Glabbach blickt auf eine mehr als 250-jährige Geschichte zurück. Aus dem Bauernhof mit Gastwirtschaft wurde später unter anderem eine Diskothek, eine Flüchtlingsunterkunft und schließlich ein Bereich für neue Wohnbebauung.

Alte Bauernhöfe waren früher weit mehr als landwirtschaftliche Betriebe. Sie waren Arbeitsorte, Wohnhäuser, Treffpunkte und manchmal auch kleine wirtschaftliche Zentren für die Nachbarschaft. Der Timmermannshof ist dafür ein besonders anschauliches Beispiel.

Der Touppenhof in Oirlich blickt auf eine lange landwirtschaftliche Geschichte zurück. Aus dem früheren Bauernhof entwickelte sich später das weithin bekannte Bauerncafé Künstler, das viele Jahre ein beliebtes Ausflugsziel in Hinsbeck war. Nach 16 Jahren wurde das Café im Jahr 2013 geschlossen.

Der frühere Beekhof lag mitten im Hinsbecker Ortskern. Die einst zusammengehörige Hofanlage verteilte sich später auf mehrere Wohnhäuser und ist heute auf den ersten Blick kaum noch als gemeinsamer Hof zu erkennen.
