Helmut-Schmidt-Büste im Friedenspark

Helmut-Schmidt-Büste im Friedenspark

Mit der Enthüllung der Helmut-Schmidt-Büste wurde der Friedenspark Hinsbeck erweitert. Franz Müntefering hielt die Laudatio.

Enthüllung der Helmut-Schmidt-Büste im Friedenspark Hinsbeck

Mit der Enthüllung der Büste von Helmut Schmidt wurde der Friedenspark in Hinsbeck um eine weitere prägende Persönlichkeit der Bonner Republik ergänzt. Als fünfter Bundeskanzler der alten Bundesrepublik fand Schmidt damit seinen Platz in einem Ensemble, das an Demokratie, Freiheit und politische Verantwortung erinnert. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher sowie Gäste aus der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik kamen nach Hinsbeck, um diesen besonderen Moment gemeinsam zu erleben.

Ehrengast der Feierstunde war der frühere SPD-Bundespolitiker Franz Müntefering, der die Festrede hielt. Dabei würdigte er Helmut Schmidt nicht nur als bedeutenden Kanzler, sondern auch als Politiker mit einem besonderen Gespür für Kultur. In seiner Ansprache hob Müntefering hervor: „Er brachte die Kunst ins Kanzleramt.“ Damit erinnerte er daran, dass Schmidt sich zeitlebens für Kunst und Kultur einsetzte und politische Verantwortung immer auch mit geistiger Offenheit verband. Müntefering berichtete schmunzelnd, wie Helmut Schmidt damals die heutige Bundestagsfraktion besucht habe. Das Erste, was er gesagt habe, war: „Ihr habt alle keine Ahnung“.

Die Büste selbst wurde von dem Künstler Bernd Streiter aus Brandenburg geschaffen. Für seine Arbeit hatte er Helmut Schmidt persönlich in Hamburg getroffen, um sich ein eigenes Bild von ihm zu machen. Dieser direkte Kontakt war für die künstlerische Gestaltung von großer Bedeutung. Schmidt gab zudem seine Zustimmung dazu, dass die Büste bereits zu seinen Lebzeiten im Friedenspark aufgestellt werden durfte – ein besonderes Zeichen der Wertschätzung für das Hinsbecker Projekt.

Bürgermeister Christian Wagner und der damalige VVV-Vorsitzende Peter Beyen betonten in ihren Ansprachen die symbolische Kraft des Friedensparks. Die Sammlung der Kanzlerbüsten stehe für Frieden und Freiheit und halte zugleich ein wichtiges Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte lebendig. Ein besonderer Dank galt erneut der Hinsbecker Familie Kohnen, die das Projekt mit ihrer Idee und ihrem Engagement maßgeblich geprägt hat.

Auch Schülerinnen und Schüler des Werner-Jaeger-Gymnasiums gestalteten die Veranstaltung mit. In einem vorbereiteten Beitrag stellten sie Franz Müntefering Fragen zu Helmut Schmidt, dessen politische Haltung und seiner Bedeutung für die Bundesrepublik. Müntefering antwortete offen, persönlich und mit spürbarer Wertschätzung. So wurde die Enthüllung der Helmut-Schmidt-Büste zu einer Feier, die Erinnerung, politische Bildung und bürgerschaftliches Engagement auf eindrucksvolle Weise miteinander verband.

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Ludwig Erhard
Kurt Kiesinger
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