Kanzler-Galerie im Friedenspark
Kanzler-Galerie im Friedenspark | Frieden und Freiheit gehören zu den grundlegenden Werten unserer Gesellschaft und sind fest im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankert. Dass wir heute seit vielen Jahrzehnten in Frieden leben dürfen, ist keine Selbstverständlichkeit. Es ist das Ergebnis demokratischer Entwicklungen, kluger politischer Entscheidungen und eines gemeinsamen Willens zur Verständigung. Einen wichtigen Teil dieser Geschichte prägte die sogenannte Bonner Republik, in der im Rheinland die politischen Grundlagen für ein friedliches und freiheitliches Deutschland geschaffen wurden.
Hinsbeck verbindet diese historische Erinnerung auf besondere Weise mit einer lebendigen künstlerischen Tradition. Seit vielen Jahren gilt der Ort als Künstlerdorf und wurde nicht ohne Grund als „Worpswede des Niederrheins“ bezeichnet. Mit Hinsbeck verbunden sind unter anderem Namen wie der Kupferstecher Hendrik Goltzius, der Bildhauer Jupp Rübsam, der vor dem nationalsozialistischen Regime bedrängt wurde, sowie der Glasmaler Johannes Beeck. Auch Künstler wie Hans Füsser und Loni Kreuder stehen für die kulturelle Prägung des Dorfes. Hinzu kommen die weithin beachteten Kunstsymposien, bei denen nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler in Hinsbeck arbeiteten und Werke schufen, die das Ortsbild bis heute mitgestalten.
Aus dieser Verbindung von Kunsttradition und Zeitgeschichte entstand die Idee zur Kanzler-Galerie. Hans Kohnen griff beide Themen auf und schuf damit einen besonderen Ort des Erinnerns und der Wertschätzung. Die Kanzler-Galerie im Friedenspark würdigt die Bundeskanzler der Bonner Republik und verweist zugleich auf die politische und gesellschaftliche Bedeutung von Frieden, Freiheit und Demokratie.
Im Laufe der Zeit entstand daraus ein Ensemble, das heute als Friedenspark bekannt ist. Eingebettet zwischen evangelischer und katholischer Pfarrkirche sowie dem Generationentreff lädt dieser Ort dazu ein, innezuhalten. Kunstwerke namhafter Künstlerinnen und Künstler erinnern hier an Frieden und Versöhnung, aber auch an Krieg, Flucht und Vertreibung. Der Friedenspark in Hinsbeck ist damit nicht nur ein kulturell bedeutender Ort, sondern auch ein sichtbares Zeichen für Erinnerung, Verantwortung und Hoffnung.







