Rochusmesse wieder gut besucht
Bei der am vergangenen Samstag in der Nähe von Schloss Krickenbeck gefeierten Rochusmesse zeigte sich wieder einmal, dass Gottesdienste an besonderen Orten nach wie vor viele Menschen anziehen. Rund 200 katholische und evangelische Gläubige aus der gesamten Umgebung, nicht nur aus Hinsbeck und Leuth, hatten sich in diesem Jahr an der Rochuskapelle eingefunden.

Die Rochusmesse wird hier bereits seit Jahrhunderten unter freiem Himmel gefeiert. Messen an diesem Ort sind seit Ende des 17. Jahrhunderts bekannt. Die kleine Kapelle wurde von den Besitzern von Schloss Krickenbeck, den Freiherren – ab 1706 Grafen – von Schaesberg, errichtet und 1688 erstmals urkundlich erwähnt.
Auch die etwa 71 Zentimeter hohe und rund 300 Jahre alte Holzfigur des Heiligen Rochus verweist auf diese lange Tradition. Sie steht während der Messe auf dem Altar, der mit Planen überdacht außen an einer Wand der Kapelle und den Gläubigen zugewandt aufgebaut wird.
Der Ort trägt wesentlich zur besonderen Atmosphäre der Rochusmesse bei. Die Kapelle liegt im Wald nahe Schloss Krickenbeck und ist nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Gefeiert wird auf einer großen Lichtung. In einer leichten Senke sowie auf dem umgebenden Wall sitzen und stehen die Besucher, während sich die Rochuskapelle auf der südlichen Seite des Walles befindet.
Traditionell findet die Messe am Samstag nach dem Rochustag statt. Früher war mit ihr eine kleine Kirmes verbunden. Davon hat sich bis heute der Verkauf von Apfeltaschen erhalten. Darum kümmert sich die Nachbarschaft Hombergen, die seit vielen Jahren auch die Pflege der Rochuskapelle übernommen hat.
Organisiert wurde die Messe in diesem Jahr von der Pfarre Hinsbeck, die musikalische Begleitung übernahm der Musikverein Cäcilia Hinsbeck.
Auch Pfarrer Benedikt Schnitzler zeigt sich immer wieder von diesem besonderen Ort und der großen Resonanz beeindruckt. Den Gläubigen gab er deshalb ein klares Versprechen mit auf den Weg: „Solange ich hier Pastor bin, wird diese Messe weiterhin regelmäßig stattfinden.“
Text und Foto: Heinz Koch

