Euthanasie-Denkmal
Das Euthanasie-Denkmal im Friedenspark in Hinsbeck erinnert an die Verbrechen der nationalsozialistischen „Euthanasie“, hinter deren beschönigendem Begriff der systematische Mord an Menschen mit Behinderung stand. Anlass für seine Errichtung waren Erkenntnisse, dass 1936 43 geistig behinderte Menschen aus der überbelegten Heil- und Pflegeanstalt Johannisthal in Süchteln vorübergehend im damaligen Hinsbecker Krankenhaus untergebracht wurden. Ihr weiteres Schicksal ließ sich später nicht mehr eindeutig nachvollziehen. Vor dem Hintergrund, dass zahlreiche Patientinnen und Patienten aus Süchteln deportiert und getötet wurden, bleibt die Erinnerung an diese Menschen umso wichtiger.

Im Juni 2015 wurde deshalb, organisiert vom VVV Hinsbeck, im Friedenspark eine Gedenkstele aufgestellt. Das von Hans und Ursula Kohnen gestiftete Denkmal besteht aus einer Basalt-Lava-Stele von Manfred Mangold mit einer eingelassenen Plastik der Heiligen Ursula, geschaffen von der Aachener Künstlerin Erika Vonhoff und gestiftet von Gabriele Beeck. Es steht bewusst neben dem Ehrenmal als Zeichen der Erinnerung und Mahnung. Bis heute ist es das einzige Denkmal dieser Art im Kreis Viersen und erinnert daran, die Opfer nicht zu vergessen.
