Hans-Hoeke-Preis für Julietta Breuer

Julietta Breuer erhält Hans-Hoeke-Preis

Mit dem erstmals verliehenen Hans-Hoeke-Preis ist die Nettetaler Lehrerin Julietta Breuer für ihr Engagement in der lokalen Erinnerungskultur ausgezeichnet worden. Vergeben wird der Preis vom SPD-Ortsverein Nettetal zur Erinnerung an den 2014 verstorbenen Juristen und Kommunalpolitiker Hans Hoeke, der das öffentliche Leben der Stadt über viele Jahre hinweg mitgeprägt hat.

Die Auszeichnung würdigt Breuers langjährige Arbeit mit Schülerinnen und Schülern, die sich intensiv mit der deutsch-jüdischen Geschichte in Nettetal beschäftigt haben. Im Zentrum stand dabei nicht nur die historische Recherche, sondern vor allem die Frage, wie Erinnerung sichtbar und greifbar bleibt. Genau darin liegt die besondere Bedeutung des Hans-Hoeke-Preises: Er ehrt Menschen, die Verantwortung für das historische Gedächtnis vor Ort übernehmen.

Julietta Breuer hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte angestoßen und begleitet. Gemeinsam mit ihren Klassen ging sie den Schicksalen jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger nach, setzte sich mit der Geschichte der Breyeller Synagoge auseinander und unterstützte die Verlegung von Stolpersteinen. Auch Initiativen zur öffentlichen Erinnerung an Opfer der NS-Zeit wurden durch ihre Arbeit mit vorbereitet oder mitgetragen. Damit hat sie die Erinnerungskultur in Nettetal nicht nur im Unterricht verankert, sondern auch sichtbar in den öffentlichen Raum gebracht.

Bei der Preisverleihung in der Nettetaler Stadtbücherei wurde deutlich, dass diese Auszeichnung mehr ist als eine persönliche Ehrung. Der Hans-Hoeke-Preis setzt ein Zeichen dafür, wie wichtig historische Bildung, Zivilcourage und lokales Engagement gerade heute sind. Breuers Arbeit zeigt, dass Erinnerungskultur kein abstraktes Thema ist, sondern junge Menschen unmittelbar einbeziehen kann.

Besonders passend: Das mit dem Preis verbundene Preisgeld will Julietta Breuer für die Fortsetzung ihrer Arbeit einsetzen. Geplant sind weitere Recherchen und Archivbesuche mit Schülerinnen und Schülern. So wird der Hans-Hoeke-Preis nicht nur zur Anerkennung für bereits Geleistetes, sondern auch zu einem Impuls für kommende Projekte.

Mit der ersten Verleihung des Hans-Hoeke-Preises ist ein starkes Zeichen gesetzt worden – für die Bedeutung von Erinnerung, für lokales Engagement und für Menschen, die Geschichte lebendig halten.

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