Grefrather kfd-Frauen fahren Kapellen-Radweg

Die Grenzland-Nachrichten berichten:

Hinsbeck (hk). Der im vergangenen Jahr vom VVV Hinsbeck vorgestellte Kapellen-Radweg erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Der dazu aufgelegte Flyer zeigt einen Rundweg, der zu allen fünf großen Hinsbecker Kapellen führt. Zusätzlich zeigt er auch die
weiteren 20 kleineren Kapellen und Wegekreuze auf Hinsbecker Gebiet, zu denen Abzweigungen führen.
So trafen sich am letzten Augusttag ca. 35 Frauen der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) Grefrath aus allen vier Ortsteilen Grefraths, um die größten drei
dieser Kapellen zu erleben und sich deren Geschichte erläutern zu lassen. Hierzu hatte sich das VVV-Vorstandsmitglied Heinz Koch bereit erklärt. Erste Station war die Heilig-Geist-Kapelle am Stegerhof in Hinsbeck Oirlich. Nach einigen passenden Liedern und einem
Gebet berichtete Koch über die Entstehung der Kapelle und dem Leben des Gründers Pater Jakob Steger. Dieser trat sechs Wochen nach der Gründung der SVD in Steyl durch Arnold
Janssen als dritter Schüler in das Kloster ein, wo er zum Priester ausgebildet wurde. Er ließ 1897 diese herrlich ausgemalte Kapelle erstellen, die noch heute im Originalzustand erhalten ist. Weiter berichtete er, dass diese Kapelle vor einigen Jahren zu einer Anbetungsstätte für den Gründer der SVD, den Heiligen Arnold Janssen erweitert
wurde.
Mit dem Fahrrad ging es weiter zur Kreuzkapelle an der Bergstraße, wo Koch deren Geschichte erläuterte, wobei er die frühe Zeit anhand von Bildern belegte. Die oktogonale Kapelle wurde 1724 von dem Hinsbecker Pfarrer Lambert Heinrich Xylander und dem
Personatar Mathias Xylander erbaut. Früher befanden sich am Weg zur Anhöhe die Kreuzwegstationen, seit 1903 befinden sich diese um die Kapelle herum. Bis heute
wird die Kapelle und ihr Umfeld noch vielfach genutzt.
Die Besucherinnen, die größtenteils diese Kapellen noch nicht kannten, waren begeistert von diesem Fleckchen Erde. Auch hier sang die Frauengemeinschaft geistliche Lieder,
was dazu führte, dass Fragen aufkamen, ob man diesen Raum mit seiner herrlichen Akustik nicht auch für kleinere Konzerte nutzen könne.
Als dritte Station wurde die Johanneskapelle in der Schlöp angefahren. Diese 1617 erbaute und 1671/72 erweiterte älteste Hinsbecker Kapelle ist schon eine kleine Kirche. Auch ihre
Geschichte wurde mit alten Fotos belegt. Und da die Geschichte der zahlreichen Gegenstände und Bilder an den Wänden bekannt ist, konnten sich die Besucher ein komplettes Bild machen. Einige Lieder und ein Gebet beendeten die zweieinhalb stündige Rundfahrt. Die Frauen zeigten sich überrascht über die Schönheit
dieser ihnen meist bis dahin unbekannten Kapellen. Sie stimmten mit Koch überein, dass sich die Hinsbecker Bruderschaften bei der Pflege dieser und der weiteren Kapellen verdient gemacht haben. Durch ihre und die Einbeziehung der Jugend in diese Arbeit sorgen sie dafür, dass die Hinsbecker Jugend diese Kapellen bis heute vielfältig
nutzt und so automatisch auch für ihre weiteres Bestehen Sorge trägt.

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